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Emotionale Validierung in Kindertageseinrichtungen

Der Begriff „emotionale Validierung“ ist in der pädagogischen Praxis nicht besonders geläufig, auch wenn sie bewusst oder unbewusst in einem intuitiv-empathischen Umgang mit Kindern bereits stattfindet. Die Bedeutsamkeit dieser Haltung in Bezug auf die Resilienzförderung und Selbstfürsorge im professionellen Alltag ist jedoch nicht zu unterschätzen.

Zunächst werden mit einem Blick in die Entwicklungspsychologie die Grundlagen der emotionalen Validierung im ersten Teil erörtert. Danach werden im zweiten Teil die Formen, Risiken und Gründe von emotional invalidierenden Reaktionen vorgestellt. Diese betreffen Äußerungen in der Fachkraft-Kind-Beziehung, die sich charakteristisch durch Minimieren und Bagatellisieren von Emotionen kennzeichnen. Dabei wird dem Gefühl der Scham im dritten Teil ein besonderes Augenmerk gewidmet, mit dem Ziel zu verdeutlichen, dass eine emotional validierende Haltung die Ko-Regulationsfähigkeit der pädagogischen Fachkraft stärkt, interne Stressfaktoren reduziert, und wie der Schlüssel für diese Kompetenzen in der biografischen Selbstreflexion liegt.