Sozialraum- und lebensweltorientierte Vernetzung und Kooperation

Frühkindliche Bildung, veränderte familiäre Bedingungen und Konstellationen, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf und die Diskussion um Frühe Hilfen sind zentrale Determinanten für die Arbeit einer Kindertagesstätte. In Kombination mit pädagogischen Konzepten wie Erziehungspartnerschaft, Inklusion, Demokratiebildung und Partizipation wird deutlich, dass ohne eine Öffnung in die sozialräumlichen Zusammenhänge und ohne einen Blick auf die Lebenssituationen der Familien moderne Kitaarbeit nicht denkbar ist. Der sehr vielfältig gebrauchte Begriff der Familienzentren steht in besonderer Form für diese Orientierung am Sozialraum und für Vernetzungsstrukturen in der Kindertagesstätte. Die Umsetzung der sozialräumlichen Ausrichtung ist an vielen Stellen eine Kulturveränderung; anstelle einer Orientierung am Kind tritt die Orientierung mit dem Kind und seiner Familie. Spezifische Kompetenzen, eine vertiefte fachliche Auseinandersetzung mit neuen Themenfeldern wie der Stadtteilarbeit oder des Netzwerkmanagements, die Einbettung in eine Gesamtstrategie von Träger und Kommune und ein gelingender Ressourceneinsatz sind dafür notwendig.